Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) – Vorstellung der Prioritäten
Pankow-Süd erhält voraussichtlich Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“. Finanziert über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sollen damit Projekte für eine klimafreundliche Umwandlung der Nachbarschaft sowie für eine soziale und nachhaltige Infrastruktur umgesetzt werden. Auf Initiative des grünen Bezirksstadtrats Cornelius Bechtler wurde Pankow-Süd in das Förderprogramm aufgenommen.
Am 30. Juni 2026 informierten Bezirk, Senat und das Projektbüro KoSP in der Kurt-Tucholsky-Oberschule über den Stand des Verfahrens und die bis dahin eingereichten Projektvorschläge. Kurz vor dem Ende der öffentlichen Beteiligung am 05. Juli 2026 wurden die bis dahin eingereichten Projekte und das weitere Verfahren vorgestellt und erläutert, welche Projekte durch andere Zuständigkeiten nicht in die Förderung gelangen können. Grundlage der weiteren Planung bilden vier Themenfelder:
Wohnen, Städtebau, Gewerbe und Nahversorgung
öffentlicher Raum, Straßen, Plätze und Mobilität
öffentlicher Raum, Grün-Spiel- und Sportflächen
soziale und kulturelle Infrastruktur sowie Akteure und Netzwerke
Die Teilnehmenden konnten weitere Ideen einbringen und die vorgestellten Projekte priorisieren. Als wichtigste Maßnahme im Bereich Wohnen und Städtebau wurde die Sanierung des Freizeithauses Upsala bewertet. Für den öffentlichen Raum standen Hitzeschutzmaßnahmen wie Cooling Points, mehr Begrünung sowie ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept für das gesamte Gebiet im Mittelpunkt. Große Zustimmung erhielten außerdem Vorschläge für konsumfreie Treffpunkte und neue Begegnungsorte für junge Menschen. Im Bereich der sozialen Infrastruktur wurden die Entsiegelung des Schulhofs und eine Mehrfachnutzung der Kurt-Tucholsky-Oberschule als vorrangige Projekte bewertet.
Zum Abschluss entwickelten die Teilnehmenden gemeinsame Zukunftsvisionen für Pankow-Süd. Benannt wurden Ideen für einen grüneren, klimaangepassten Stadtteil mit mehr Bäumen, Dach- und Fassadenbegrünung, Wasserspielplätzen und schattigen Aufenthaltsorten. Die große Hitze in den Klassenräumen während der Veranstaltung machte den Handlungsbedarf beim Klimaschutz zusätzlich deutlich.
Die Bürger*innenbeteiligung ist seit dem 05. Juli abgeschlossen. Die eingereichten Projektvorschläge werden nun durch die beteiligten Fachämter auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Im Frühjahr 2027 könnte der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zum ISEK Pankow-Süd folgen. Abschließend wird der Senat seinen Beschluss zur endgültigen Festlegung der neuen Fördergebiete treffen, voraussichtlich im 2. Quartal 2027.