Gedenken an Zohra Gul
Auch dieses Jahr erinnerten wir uns wieder gemeinsam an Zohra Gul, die mit ihren sechs Kindern in unserem Kiez lebte. Am 29. April 2026, ihrem Todestag, versammelten sich zahlreiche Menschen an der Mühlenstraße/Ecke Maximilianstraße – dem Ort, an dem Zohra im Alter von 31 Jahren gewaltvoll von ihrem Ex-Partner getötet wurde. Er wollte ihr kein selbstbestimmtes Leben zugestehen. Vor ihrer Ermordung hatte Zohra mehrfach bei den Behörden um Hilfe gebeten.
Die Veranstaltung eröffnete Nadja Bungard (Paula Panke e.V.) und machte deutlich, wie wichtig das gemeinsame Erinnern sei, denn Zohra Gul ist kein Einzelfall. Auch Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch mahnte, Zohra stehe exemplarisch für strukturelle Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt. Dorothée Dimer-Maroldt vom „Netzwerk gegen Feminizide“ mahnte, es müsse mehr Schutzräume geben. Die Veranstaltung wurde von musikalischen Beiträgen der Musikschule Béla Bartók begleitet, die zum Nachdenken und Innehalten anregten.
Das Gedenken würdigt Zohra jährlich seit ihrem Tod, macht geschlechtsspezifische Gewalt sichtbar und setzt ein Zeichen gegen Femizide.