Heinersdorf wächst- die Anbindung der M2 bleibt weiter auf der Strecke
Heinersdorf wächst: dies belegen auch die Zahlen einer aktuellen Anfrage an den Senat meiner Kollegin Oda Hassepaß und mir. In den letzten 3 Jahren hat die Bevölkerung um 1/6 zugenommen (von 8443 auf 10265). Umso wichtiger ist der Ausbau und die Anbindung mit der M2 für die Menschen vor Ort. Wie bereits mit dem Bezug des neuen Quartiers Idunastraße ab 2024, so ist auch mit den geplanten Blankenburger Süden eine weitere Zunahme zu erwarten.
Umso wichtiger, dass die Mobilität für die Menschen in Heinersdorf und Blankenburg nicht auf der Strecke bleibt. Die Menschen brauchen eine Straßenbahnanbindung. Der Ausbau der M2 nach Norden und bis zum Bahnhof Blankenburg muss zügig umgesetzt werden. Eine Kürzung der Strecke wie es die CDU vorschlägt lehnen wir ab; dies ist unwirtschaftlicht und hat bereits ein ganzes Jahr Planungszeit gekostet.
Seit der Vertragsrevision 2025 zwischen der CDU-Senatsverwaltung und der BVG werden zudem getreu dem Motto „Stabilität vor Wachstum“, keine Erweiterungen der Verkehrsleistungen mehr bestellt. Und auch eine durchgängige Barrierefreiheit der M2 soll es nur im Zusammenhang mit dem Ausbau der Straßenbahn zum neuen Wohngebiet Blankenburger Süden (M2-Verlängerung) geben. Einen guten Überblick inklusive Karte gibt dazu auch folgender Beitrag in der Berliner Morgenpost, der unsere Anfrage aufgegriffen hat. Damit wäre nach allen Planungsschritten eine Inbetriebnahme für 2031 avisiert. Der Senat hält einen vorherigen Barrierefreien Umbau für unwirtschaftlich.
Für mich steht fest, hier muss endlich reagiert werden. Trotz rasant steigender Einwohnerzahlen wurden kaum Maßnahmen ergriffen, um eine bessere Anbindung zu gewährleisten. Die M2 fährt unverändert nur im 20 Minuten-Takt und ältere Menschen kämpfen weiterhin jeden Tag mit dem Ein- und Ausstieg bei der Bahn. Wer auf der einen Seite altersgerechten Wohnraum schafft, aber auf der anderen Seite die barrierefreie Anbindung nicht mitdenkt, treibt ältere Menschen in die Einsamkeit und nimmt ihnen die Selbstständigkeit. So geht es auch den Menschen im neu entstandenen Quartier in der Beate-Hahn-Straße und deswegen muss sich dringend etwas ändern.